Fernsehsendungen zu Georgien und dem Kaukasus Programm Tipp
So, 07.06.2009 15:15 - 16:00 3sat
Der Nationalpark Lagodechi in Georgien
Seit Wochen schon hallen die Hänge vom Aufeinanderprallen der Ture wider. 3.000 Meter über der georgischen Ebene kämpfen die stärksten Männchen um die Weibchen. Von November bis Januar ist bei den Ostkaukasischen Steinböcken Paarungszeit. Nur wer die Rivalen besiegt, kann sich fortpflanzen. Da ist es kein Wunder, wenn die Kontrahenten alles geben. Diese Rundhornsteinböcke leben im Osten des 1.300 Kilometer langen Kaukasus, der Europa und Asien trennt. Als Grenzgänger zwischen Georgien, der russischen Teilrepublik Dagestan und Aserbaidschan, werden die letzten ihrer Art im georgischen Nationalpark Lagodechi besonders gut behütet. Das noch zu Zarenzeiten gegründete, älteste Schutzgebiet des gesamten Kaukasus liegt an der Südseite des Gebirges, knapp 200 Kilometer von der Hauptstadt Tiflis und etwa 400 vom Doppelgipfel des Elbrus entfernt. Auch die Kaukasus-Birkhähne zeigen im Frühling vollen Einsatz. Sie setzen eher auf Sichtwerbung, springen und zischen, sobald sich eines der unscheinbaren Weibchen sehen lässt. Wer hoch und ausdauernd genug hüpft, kann bei einem Birkhuhn landen. Den Nachwuchs zieht die Mutter allein auf. Viel Zeit bleibt nicht dafür, denn im Hochgebirge sind die Sommer kurz. Darauf haben sich die Kleinasiatischen Frösche in 2.500 Metern Höhe längst eingestellt. Den wechselwarmen Tieren genügen schon Temperaturen knapp über Null, um zu laichen. In den Hochstaudenfluren gehört der Riesenbärenklau zu den Ersten, die ihre Sprosse entfalten. Kaukasus-Anemone und Kaukasisches Gedenkemein im Tal sind dann bereits verblüht. In den Urwäldern von Lagodechi - fast 220 Quadratkilometer reine Laubwälder - gibt es nahezu doppelt so viele Baum- und Straucharten wie in Mitteleuropa.
Der Film stellt die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Lagodechi in Georgien vor.
MDR
So, 21.06.2009 16:30 - 17:15
So, 28.06.2009 16:30 - 17:15
Von Odessa nach Odessa - Eine Reise um das Schwarze Meer
Mitten durch Georgien verläuft bis heute eine militärisch hoch gesicherte Grenze. Die 'abtrünnige' Kaukasusrepublik Abchasien besteht mit Waffengewalt (und Unterstützung Moskaus) auf ihrer Unabhängigkeit von Georgien. Dem Team begegnen re-christianisierte Georgier in der Nähe von Batumi. Hier verläuft die Trennlinie zwischen 'christlicher' und 'muslimischer' Welt. In diesem Grenzgebiet lebt das Volk der Lasen, wie die Deutschen war es über Jahrzehnte durch den 'Eisernen Vorhang' voneinander getrennt. Über die wenig bekannte Schwarzmeerküste der Türkei geht es nach Istanbul, der Passage zwischen Asien und Europa. Von dort über Bulgarien und Rumänien wieder zurück nach Odessa, dem Ausgangspunkt der 5.000 Kilometer langen Rundreise.
arte
So, 24.05.2009 18:05 - 18:55
360° - Geo Reportage
Georgien, die Wiege des Weins
Georgien galt zu Sowjetzeiten als der Weinkeller der UdSSR. Auch nach dem Zusammenbruch des Riesenreiches blieb Wein eines der wichtigsten Exportgüter des Landes. Erst seit Russland ein Embargo verhängt hat, ist der Export dramatisch eingebrochen, und Georgien sucht nach neuen Absatzmärkten. Denn der Weinanbau im Kaukasus läuft nach wie vor auf Hochtouren, wird Jahr für Jahr sogar effektiver. Kleinbauern, freie Kooperativen und Weingüter nach westlichem Vorbild wetteifern um Ertrag und Qualität.
"360°- Geo Reportage" zeigt eine Weinregion im Wandel, zerrissen zwischen einer Jahrtausende alten Tradition, dem sowjetischen Erbe und den Anforderungen des modernen Marktes.
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